Sehr geehrte Unterföhringerinnen und Unterföhringer,
liebe Internet - Surfer,

Die "Agenda 21" ist das zentrale Abschlussdokument der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992. Es ist ein Aktionsplan, der beschreibt, was weltweit für das 21. Jahrhundert zu tun ist. Über 170 Staaten haben sich auf dieses Dokument verpflichtet, um einer weiteren Verschlechterung der (Um-) Weltsituation Einhalt zu gebieten und eine zukunftsfähige Entwicklung für alle Völker der Erde in die Wege zu leiten. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern unterstützen diese Idee. Nach neuesten Schätzungen führen im Bundesgebiet mittlerweile etwa 800 Gemeinden, Städte und Landkreise einen Agenda-Prozess durch, knapp die Hälfte davon in Bayern.

Seit 1996 gibt es auch in Unterföhring eine lokale Agenda 21. Anstoß für ihre Gründung war der Umweltbericht für unsere Gemeinde, der im Juli 1996 vorgestellt wurde und dessen Ergebnisse und Anregungen per Gemeinderatsbeschluss im Rahmen der Agenda 21 umzusetzen sind. Die Gemeinde bekennt sich dadurch zu den Zielen von Rio und unterstützt die Agenda finanziell, personell und ideell. Ziel ist es, gemeinsam Zug um Zug eine Gemeinde zu schaffen, in der sich auch unsere Kinder und Enkel noch wohlfühlen können. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die aktive Mitarbeit aller Unterföhringer Bürger unerlässlich. Hierfür bietet die Agenda 21 die geeignete Plattform. Die Agenda wird getragen von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern. Sie ist parteipolitisch neutral und steht allen offen, die sich für die Gemeinde Unterföhring und ihre Menschen einsetzen wollen.
Stellvertretend für die zahlreichen Projekte und Anregungen, die von der Agenda-Gruppe in den letzten Jahren ausgearbeitet wurden, soll hier die Beteiligung an der Ortsentwicklungsplanung genannt werden. Der dabei entwickelte "Grüne Weg", ein Grüngürtel, der einmal um ganz Unterföhring herum führen soll. Zu diesem Thema wurde auch eine Ausstellung organisiert und eine spezielle Zeitung herausgegeben.
Agenda 21 bedeutet vom Wortsinn her "was zu tun ist im 21.Jahrhundert". Der Name ist Programm. Es ist der Motor und die Antriebskraft für eine zukunftsfähige Entwicklung der Gemeinde.
Ich möchte mich im Namen der Gemeinde bei den engagierten Mitgliedern für die bisher geleistete Arbeit sehr herzlich bedanken und wünsche mir, dass durch die Internet-Präsentation noch mehr Interessierte für die Agenda-Arbeit gewonnen werden können. Weiter so und alles Gute.

Mit den besten Grüßen

Franz Schwarz
Erster Bürgermeister